Mittwoch, 29. April 2026

Zuckersteuer schützt die Bürger vor sich selbst ...

 Die Bundesregierung erklärt stolz: Die neue Zuckersteuer schützt die Bürger vor sich selbst!“

Endlich, sagen viele, denn wer kennt es nicht: Man wacht morgens auf, greift verschlafen zur Cola, und plötzlich – zack – Diabetes, bevor der Kaffee überhaupt durchgelaufen ist.


Künftig kostet der Softdrink also ein paar Cent mehr. Das soll uns alle dazu bringen, endlich verantwortungsbewusst zu leben. Eine Zuckersteuer! Warum nicht gleich eine Steuer auf schlechte Laune oder ungebügelte Hemden - oder auf Dachziegel ? Vielleicht wird irgendwann auch der zweite Kuchen am Buffet automatisch vom Finanzamt registriert – ein freundliches Blinken: „Dieser Bissen wurde dem Staat gemeldet.“

Die Lobby der Süßwarenindustrie zeigt sich indes „tief besorgt“. Nicht etwa um die Bevölkerung, nein – um die Produktinnovationen. Wie soll man jetzt noch einen Riegel entwickeln, der zu 70 Prozent aus Zucker besteht und zu 30 Prozent aus Marketing? Man könne ja versuchen, Stevia reinzumischen, aber dann schmeckt der Riegel „nicht mehr authentisch“. Authentisch wie ein Zuckerschock eben.

Und die Bürger? Die stehen im Supermarkt und rechnen: „Okay, der Liter Cola kostet jetzt 20 Cent mehr… dafür spare ich auf lange Sicht vielleicht ein neues Knie.“
Andere wiederum wittern eine Verschwörung: „Erst nehmen sie uns den Zucker – als Nächstes verbieten sie Glück!“

Aber keine Sorge: Experten beruhigen bereits. Die Steuer werde zwar „verhaltenslenkend“ wirken, aber „in moderatem Maße“. Übersetzt heißt das: Wir zahlen mehr, konsumieren aber trotzdem. Eine perfekte Kombination aus moralischer Überlegenheit und zusätzlichem Staatseinkommen. Win‑win – nur nicht für den Blutzucker.


Die Brandmauer

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