Freitag, 1. Mai 2026

Energieproblem - Chaotische Zustände beim Laden von E-Hexenbesen in der vergangenen Nacht

In der vergangenen Walpurgisnacht herrschte auf deutschen Höhenzügen wieder einmal akuter Strommangel – zumindest für jene, die traditionell per Besen anreisen. Seit der Umstellung auf E‑Hexenbesen, einem umweltpolitischen Prestigeprojekt des Hohen Hexenrates, knirscht es nämlich gewaltig im Ladesystem. Besonders deutlich wurde das gestern Nacht auf dem Brocken, wo sich Dutzende fluchende Zauberinnen um die zwei vorhandenen Schnellladesäulen stritten, von denen eine laut Augenzeugen „seit dem Dreißigjährigen Krieg ein gelbes Warnlämpchen zeigt“.




Der ADHBC (Allgemeiner deutscher HexenBesen Club) veröffentlichte am frühen Morgen einen Sonderbericht, in dem von „massiven Pannenserien aufgrund unzureichender Ladeinfrastruktur“ die Rede ist. Demnach seien allein zwischen Mitternacht und vier Uhr 147 E‑Hexenbesen im gesamten Bundesgebiet liegen geblieben. Die häufigsten Gründe: leere Akkus, falsch herum gehaltene Zauberstecker oder die inzwischen berüchtigte „Nachtkälte-Entladung“, die besonders Modelle des Herstellers BesenTech betrifft. Abschleppdienste meldeten Rekordzahlen: Ein Mitarbeiter berichtete, er habe „so viele Besen auf dem Haken gehabt wie sonst nur kaputte E‑Roller an einem Berliner Sommerwochenende“.

Auch die Polizei registrierte einen deutlichen Anstieg von Zwischenfällen. Laut vorläufiger Statistik gab es 38 Unfälle mit E‑Hexenbesen – darunter drei Auffahrunfälle im Luftraum über dem Harz, weil mehrere Hexen im „Eco‑Modus“ unterwegs waren und auf halber Strecke plötzlich erstarrten. Ein Beamter, der anonym bleiben möchte, sagte: „Wir empfehlen dringend, vor dem Abheben mindestens 80 % Akkuladung zu haben. Und bitte keine Zaubersprüche während des Fluges, die ziehen unnötig Energie.“

Besonders unter Druck standen in der Nacht die Energieversorger. Die Nordharzer Elektrizitätswerke teilten mit, man habe „alle verfügbaren Mitarbeiter in Extraschichten“ eingesetzt, um die Schwankungen im Netz abzufangen. Trotzdem sei es in manchen Regionen zu kurzzeitigen Engpässen gekommen: „Wir hatten zeitweise Belastungsspitzen, als hätte jemand gleichzeitig die gesamte Walpurgisnacht in 4K gestreamt.“ Ein Sprecher der Brockenstrom GmbH ergänzte, man arbeite bereits an einem Ausbau – plane jedoch frühestens bis 2033 verlässliche Hochgebirgslader für magische Kleinstfluggeräte.

Währenddessen diskutieren Hexenverbände über Alternativen: Mehr mobile Laderituale, Reservekräuterbatterien oder sogar die Rückkehr zu Hybridbesen mit klassischem Besenstielantrieb. Doch bis dahin dürfte es weiter ruckeln im nächtlichen Hexenverkehr. Auch Bibi Blocksberg meldete sich zu Wort: "Der Umstieg auf den E-Hexenbesen war der wohl größte Fehler meiner Hexenlaufbahn. Überall werden elektrische Anschlüsse genormt - nur beim Besen nicht"   

Denn eines zeigte die letzte Nacht sehr deutlich: Ohne ausreichend E‑Hexenbesen-Ladesäulen und einheitlicher Normen bei den Ladeanschlüssen bleibt der große Hexenauflauf am 1. Mai vor allem eines – ein Energiedrama mit Zauberhut.


Die Brandmauer

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Energieproblem - Chaotische Zustände beim Laden von E-Hexenbesen in der vergangenen Nacht

In der vergangenen Walpurgisnacht herrschte auf deutschen Höhenzügen wieder einmal akuter Strommangel – zumindest für jene, die traditionell...