Die Bundeswehr vermeldet stolz ihren jüngsten Geniestreich: Spezialpanzer für schwangere Soldatinnen. Endlich, sagen die einen, denn nichts ruft „moderne Armee“ so laut wie ein zwölf Tonnen schweres Gefährt mit integrierter Hebamme. Kritiker fragen sich zwar, ob man werdende Mütter vielleicht auch einfach nicht in Gefechtszonen schicken könnte, aber das wäre natürlich viel zu unflexibel. Innovation beginnt schließlich da, wo der gesunde Menschenverstand längst kapituliert hat.
Die Panzer sollen laut Ministerium eine „Vereinbarkeit von Familie und Front“ ermöglichen. Innen gibt es angeblich alles: ausklappbare Wickelstation, gepanzerte Wiege, und – man höre und staune – eine „Gefechts‑Gynäkologie“. Der Steuerzahler zahlt das gern, denn wer hätte nicht schon immer davon geträumt, dass das Verteidigungsbudget zur Geburtsvorbereitung beiträgt?
Doch das Beste ist die Einsatzdoktrin: Im Ernstfall rollt die werdende Mutter im Panzer an die Front, gibt zwischen zwei Wehen noch ein, zwei taktische Befehle und fährt dann direkt in den Kreißsaal — mit Active Protection System gegen unfreundliche Glückwünsche.
Einige sagen: Das sei Satire. Die Bundeswehr sagt: „Warten Sie ab, die Ausschreibung läuft schon.“
Die Brandmauer

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