Früher war die Welt offenbar für Menschen mit Resthirn gebaut: In der Bedienungsanleitung stand, wie man das Ventilspiel am Fahrzeug einstellt. Heute steht drin, dass man den Inhalt der Batterie bitte nicht trinken soll. Der technische Fortschritt ist geblieben – nur der Zielgruppenwechsel ist brutal.
Auch die Hinweise sind nicht mehr das, was sie mal waren. Die Feuerwehr muss inzwischen ernsthaft empfehlen, im Brandfall zuerst das Haus zu verlassen, bevor man seinen aktuellen Status im Social Network teilt. Prioritäten, wie sie das Internet erzogen hat: erst „Es brennt lol
“, dann vielleicht Fluchtversuch.
Und natürlich der kulinarische Endgegner der Gegenwart: der Warnhinweis im Fast-Food-Laden, dass der Burger heiß ist. Gut, dass das dabeisteht. Nicht auszudenken, jemand würde sonst völlig überrascht feststellen, dass ein frisch zubereitetes warmes Gericht… warm ist.
Man bekommt langsam den Eindruck, der Mensch entwickelt sich technisch nach vorn und geistig rückwärts. Früher konnte man mit einem Schraubenschlüssel, einem Handbuch und gesundem Menschenverstand durchs Leben gehen. Heute braucht es drei Warnaufkleber, zwei Sicherheitshinweise und vermutlich ein Tutorial, damit keiner versucht, den Föhn mit unter die Dusche zu nehmen.
Die Brandmauer

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